11. Juni 2024

Spatenstich fürs zweite Wasserwerk

Für die Neustädter Wasserversorgung beginnt eine neue Zeitrechnung. Das Wasserwerk im Ordenswald bekommt Zuwachs. Ende April war der Spatenstich für den Wasserwerksneubau WWO2, der mit der bestehenden Anlage (WWO1) die Trinkwasserversorgung für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt langfristig sichert.

 

Rund 9,3 Millionen Euro wird der Neubau nach den aktuellen Berechnungen kosten. „Das ist die höchste Summe für eine Einzelinvestition der Stadtwerke Neustadt seit ihrem Bestehen“, verdeutlichte der Technische Geschäftsführer der SWN, Holger Mück, zum Baustart am 26. April 2024. Das Landesministerium für Klima, Umwelt, Energie und Mobilität steuert dazu Fördermittel in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro bei. Läuft alles nach Plan, soll das neue Wasserwerk im Frühjahr 2026 in Betrieb gehen. Für Neustadt ist dieses Projekt von großer Bedeutung.

„Aufgrund der klimatischen Veränderungen und der dynamischen Entwicklung unserer Stadt wird der Trinkwasserbedarf künftig voraussichtlich zunehmen“, erklärte Holger Mück. Das bestehende Wasserwerk im Ordenswald ist zwar technisch nach wie vor auf der Höhe der Zeit. Die baulichen Anlagen sind nach 48 Jahren allerdings dringend renovierungsbedürftig. Da es für einige Funktionen bisher keine doppelte Absicherung gibt, wurde bei den Planungen des Partnerwerks durch das Ingenieurbüro Dilger aus Dahn sowie die Ingenieurgesellschaft Trauth & Jacobs aus Kallstadt großer Wert darauf gelegt, dass WWO2 als eigenständiges Gebäude mit eigener Steuerung vollständig autark funktionieren kann und die Versorgungssicherheit signifikant erhöht.

 

Nachhaltig und sicherer

Auch bei dem Brandschutz und der Überflutungsgefahr gab es bisher Einschränkungen, sodass es viele gute Gründe für die Erweiterung des Wasserwerks gab. Nicht zuletzt spielte auch das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle: Der Neubau wird dank seiner hochmodernen Anlagentechnik deutlich weniger Energie verbrauchen als sein Vorgänger und auf dem Dach wird eine Photovoltaik-Anlage die Kraft der Sonne in Strom umwandeln. Auch das ist wichtig: Mit dem geplanten stationären Notstromaggregat können bei einem Stromausfall beide Werke vollständig versorgt werden. Das Bauunternehmen Eiffage Infra-Südwest GmbH hat mit dem Rohbau und der Verlegung der Leitungen bereits begonnen und wir wünschen allen beteiligten Firmen während der Bauphase gutes Gelingen und eine glückliche Hand. Übrigens darf sich auch unser WWO1 über eine Runderneuerung freuen. Sobald die neue Anlage in Betrieb ist, wird das bestehende Wasserwerk grundlegend überholt und umgebaut.