14. November 2025

Ausgleichsmaßnahme für Freiflächen-Photovoltaik in Harthausen-Ganerb

Engagement für den Klima- und Artenschutz – Stadtwerke Neustadt schaffen Lebensraum für den Kiebitz

Die Stadtwerke Neustadt an der Weinstraße GmbH (SWN) setzt ein deutliches Zeichen für die Verbin-dung von Klimaschutz und Artenvielfalt: Im Zuge der geplanten Freiflächen-Photovoltaikanlage im Benzenloch entsteht in Harthausen-Ganerb eine Ausgleichsmaßnahme in Form eines neuen Weihers, der künftig als Lebensraum für den vom Aussterben bedrohten Kiebitz dienen soll. Für die Maßnahme werden rund 3.000 m³ Erde ausgegraben; der Erdaushub wird anschließend auf dem Gelände der Landesgartenschau in Neustadt wieder eingebracht. Die erforderlichen Erdarbeiten starten Mitte November 2025.

Die Stadtwerke Neustadt setzen mit der geplanten PV-Anlage einen wichtigen Meilenstein für den Klimaschutz und die nachhaltige Energieversorgung der Region. Auf rund 24 Hektar entsteht eine der größten Freiflächen-Solaranlagen in der Umgebung, die jährlich etwa 28.000 Megawattstunden Strom erzeugen wird – genug, um rund 7.000 Vier-Personen-Haushalte klimafreundlich zu versorgen. Damit leistet das Projekt einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralität in Neustadt bis 2030.
„Mit dieser Anlage schaffen wir eine nachhaltige Energiequelle, die den Strombedarf unserer Stadt deutlich aus erneuerbaren Quellen decken wird“, erklärt Holger Mück, Geschäftsführer der SWN. „Sie ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Zukunft für unsere Region.“

Das Gebiet in Harthausen-Ganerb ist bereits heute im Besitz der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e.V. (GNOR), die dort handaufgezogene Kiebitze auswildert. „Das Projekt zum Schutz des im Land vom Aussterben bedrohten Kiebitz“ ist an ein vom Land Rheinland-Pfalz gefördertes Kiebitzschutzprogramm gebunden (Aktion Grün des MKUEM) und trägt dazu bei, die Population dieser stark gefährdeten Art zu sichern. „Mit dem Projekt leisten wir einen konkreten Beitrag zum Schutz des Kiebitzes und setzen uns aktiv für den Erhalt unserer regionalen Artenvielfalt ein.“ Erklärt Holger Mück. „Der Weiher schafft nicht nur einen wichtigen Lebensraum für den Kiebitz, sondern fördert auch die Biodiversität insgesamt.“

Der Kiebitz gilt In Deutschland als streng geschützt und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Aufgrund seines dramatischen Rückgangs wurde er 2024 zum zweiten Mal seit 1996 zum „Vogel des Jahres“ gewählt. Auch nach der Fertigstellung des Weihers wird das Gelände vom Kiebitzschutzprojekt kontinuierlich betreut, um die Entwicklung des Habitats zu sichern und den Erfolg des Schutzprogramms zu gewährleisten.

Foto: Canva

«